Grundbedingung für das Leben jedes Einzelnen ist und bleibt,
dass er selbst versuche, sich zu wandeln.
Dass er lerne, die Knüppel, welche man ihm vor die Füße wirft,
nicht als Hindernisse, sondern als Sprungbretter zu benützen.

Jean Gebser

Wie wir arbeiten

Schematherapeutische Arbeit [als Vorbereitung auf die logotherapeutische Weiterarbeit]

Logotherapie, ohne Einsatz der Schematherapie:

Einzel-Logotherapie [bei psychischer Erkrankung]
Paar-Logotherapie [bei psychischer Belastung]
Biografische Existenzanalyse und existenzanalytische Beratung [bei Konflikten, Dilemmata, Sackgassen ...]
Eine existenzanalytische [biografische] Beratung ist sinnzentriertes, situationsbezogenes und lösungsorientiertes Arbeiten mit Menschen, die [noch] nicht psychisch erkrankt sind. Sie widmet sich einer Aufgabe oder einem Thema und hilft dabei, Ressourcen zur Lösung schwieriger Lebensthemen zu finden. Letztlich geht es um einen Kompetenzgewinn im Umgang mit sich selbst und mit den Herausforderungen, die das Leben stellt und darum, ein Leben in Freiheit und Verantwortung führen zu können, um zu einer sinnerfüllten Lebensgestaltung zu gelangen.


Krisenintervention [bei akuten Krisen]
Consultation am Abend [bei wichtigen beruflichen Entscheidungen und im Rahmen der Angehörigenberatung]
Sinnzentrierte Mediation [bei eskalierten Konflikten]
Geschwister-Therapie [nur bei Offenheit der erwachsenen Geschwister für eine Begleitung durch Therapie und Mediation; keine Kinder- oder Jugendtherapie] In kaum einer anderen zwischenmenschlichen Beziehung finden sich derart viele Liebes- und Hasskonstellationen wie unter Geschwistern. In einer Gruppe finden sich Menschen, die ihr ganzes Leben nur miteinander können. In einer anderen die Geschwister, die miteinander leben wie in einem entfernteren Bekanntenkreis – sich nicht psychisch belastend, aber doch irgendwie distanziert. Man weiß, dass es den oder die Anderen [lebenslang] gibt, fühlt sich aber nicht hingezogen oder gebraucht, ohne dass dem eine besondere tragische Erinnerung zugrunde liegt. In wieder einer anderen Gruppe finden sich die Geschwister, bei denen sich manchmal von Kindesalter an ein tiefer Riss in der Beziehung untereinander findet. Die Gründe sind vielfältig: Geburtenfolge; erlebte Traumata eines Geschwisters, bevor ein anderes zur Welt kam; von der Mutter verschwiegene Totgeburten; Kinder mit von den Eltern unerwünschten Geschlechtern; Erkrankungen eines Geschwisters mit der Folge eigener Existenzangst; Entthronungstrauma; empfundene Ungerechtigkeiten im Kindesalter; ‚Lieblingskind‘; Kränkungen und Verletzungen mit seelischen Narben und vieles mehr. Persönliches Erleben findet gegebenenfalls noch bei großen Familienfeiern oder beim Tod eines Elternteils statt, ansonsten geht man sich aus dem Weg- solange, bis ein Geschwisterteil die Bedeutung für sich erkennt, die Beziehung zu hinterfragen, die zugrundeliegenden Konfliktmuster zu klären, einen möglichen Weg aufeinander zu finden zu wollen. Gelingt es den Geschwistern, sich für einen ergebnisoffenen Prozess des Neuerkennens und –erlebens zu entscheiden, dann kann die logotherapeutisch-mediative Geschwisterarbeit hilfreich wirken.

» Das methodische Repertoire der Logotherapie und Schematherapie